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03. September 2014

dogma chamber orchestra gewinnt den ECHO Klassik 2014

„DO.GMA#3 – The Shostakovich Album” (BERTHOLD records / MDG) ausgezeichnet als beste sinfonische Einspielung (20./21. Jahrhundert).

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11. März 2014

Musikkritik audio.de zu "DO.GMA #3 - The Shostakovich Album"

Eine Premiere bietet diese klanglich feine, weil räumlich und natürlich aufgenommene Produktion: Das Dogma Chamber Orchestra hat Schostakowitschs 24 Preludes erstmals in der gelungenen Streichorchester-Fassung ...

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30. Juli 2013

Interview mit julian Waterfall Pollack

Julian Waterfall Pollack im Gespräch über das Album „Waves of Albion“ (7 Juni 2013)

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LOCHS BALTHAUS HERSKEDAL PLUS SPECIAL GUEST MICHAEL MOORE

Jazz n Spirit Session
Dirk Piezunka
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LYRISCHE JAZZ-BLUMEN AUS AMSTERDAM

  • Intro & Besetzung
  • Veröffentlichungen
  • Was die Presse sagt

Lochs Balthaus Herskedal sind:

Bert Lochs Flügelhorn, Trompete
Dirk Balthaus Klavier, Fender Rhodes Piano
Daniel Herskedal Tuba

Im Jazz war der europäische Gedanke schon manifestiert, lange bevor er politisch umgesetzt wurde. Grenzüberschreitend zusammengestellte Jazzformationen gibt es mindestens seit den frühen 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts, und nicht selten waren auch Gäste aus Übersee (bevorzugt den USA) mit von der Partie, so dass auch globales Denken im Jazz früh eine Rolle spielte. 

So ist es auch bei dem Trio Lochs Balthaus Herskedal. Der Trompeter und Flügelhornist Bert Lochs ist Niederländer, der Pianist Dirk Balthaus Deutscher und Tuba-Spieler Daniel Herskedal kommt aus Norwegen. Für ihr neues, zweites Album „Choices“ hat das Trio für drei Stücke auch noch einen US-amerikanischen Gast ins Studio gebeten, nämlich den Klarinettisten und Saxophonisten Michael Moore. Der ist allerdings längst „europäisiert“, denn Moore lebt seit 25 Jahren in Amsterdam. 

Die niederländische Metropole, ohnehin seit Jahrzehnten eine Anlaufstelle für Jazzer aus vielen Ländern, ist denn auch das Zentrum von Lochs Balthaus Herskedal, selbst wenn Daniel Herskedal weiterhin in Oslo wohnt, während Dirk Balthaus sich nach Beendigung seines Studium am Konservatorium in Hilversum in Amsterdam niederließ. Dirk Balthaus spielt schon seit Mitte der neunziger Jahre immer wieder in unterschiedlichen Konstellationen mit Bert Lochs zusammen. Er hat zahlreiche CDs mit seinem Trio veröffentlicht, ist aber auch auf diversen anderen Alben als Sideman zu hören. Bert Lochs, der Unterricht bei Ack van Rooyen, dem legendären niederländischen Trompeter und vor allen Dingen Flügelhornisten (bekannt auch durch das United Jazz & Rock Ensemble), sowie bei dem ebenfalls niederländischen Pianisten Rob Madna nahm, betreibt sein eigenes Trio, spielt aber auch in diversen anderen Formationen. Daniel Herskedal hat an den Konservatorien in Trondheim und Kopenhagen studiert, arbeitet mit dem renommierten Trondheim Jazz Orchestra zusammen, hat aber auch mit seinem eigenen Quintett ein Album veröffentlicht.

CHOICES (2012)

Cover Lochs Balthaus Herskedal


Die Besetzung von Lochs Balthaus Herskedal mit Trompete, Piano und Tuba ist einigermaßen ungewöhnlich, nicht nur wird aufs Schlagzeug verzichtet, auch ist die Zusammenstellung eben dieser drei Instrumente außergewöhnlich. Man könnte an Mikhail Alperins Moscow Art Trio denken, aber während das Jazz mit osteuropäischer Folklore kombiniert, weist der musikalische Ansatz von Lochs Balthaus Herskedal deutlich nach Mitteleuropa, wozu sich noch eine skandinavische Note voller sanglicher Melodien fügt. Das Trio liebt das Spiel mit geheimnisvollen Motiven, was sich gleich beim Opener „Zany“ zeigt. Da zirpt und blubbert und wispert es zunächst, bevor Bert Lochs ein zugleich strahlendes und sanftes Thema auf dem Flügelhorn anstimmt, das allmählich von vertrackten rhythmischen Passagen kommentiert wird. Bert Lochs hat überhaupt die meisten Stücke komponiert, fünf der neun Tracks gehen auf sein Konto, Dirk Balthaus und Daniel Herskedal haben je zwei beigesteuert. Vom Tubisten wurde denn auch das zweite Stück „De sluwe heks“ geschrieben, das ungleich zu seinem niederländischen Titel, der soviel wie „Die listige Hexe“ bedeutet, einen eminent nordischen Gestus besitzt, und fast den melodischen Charakter eines Kirchenlieds hat. Hier greift auch Michael Moore, und zwar mit Klarinette und Altsaxophon, ins Geschehen ein, und seine lyrischen Vorstellungen passen perfekt zu denen von Lochs Balthaus Herskedal. Durchgängig liebt das Trio das Spiel mit eigenwilligen rhythmischen Komponenten, die mal nach Südafrika weisen, mal lose Latin-Anleihen verwenden, und wie selbstverständlich fügen sich in das Spiel Growl-Klänge der Tuba, Staccati des Pianos (Dirk Balthaus spielt auch ein Fender Rhodes Piano) und singende Trompeten-Kantilenen ein: „Choices“ ist eine CD, die voller Überraschungen steckt, lyrischer, ironischer und solche von schlichter Schönheit, wie beim abschließenden „Julesangen“, das man nicht nur zur Weihnachtszeit gut hören kann.

Konzert Rezensionen

Schelde Jazzfestival, 2 Juni 2012 in Porgy & Bess, Terneuzen
"Eine nicht alltägliche Gesellschaft formen Trompeter Bert Lochs, Pianist Dirk Balthaus und Tubist Daniel Herskedal. Sie garantieren subtilen Jazz der zum Zuhören einlädt. Lochs' Ton ist meist weich und lyrisch und er webt aussergewöhnliche Klänge in sein Spiel. Lustig waren seine Erklärungen durch was er sich inspirieren lässt: Der Wind oder eine heroische Amsel die er in wunderschöne Kompositionen umsetzte. Herskedal begleitete, wie ein Bassist und sorgte gleichzeitig für viele Färbungen in der Musik. Und Balthaus, der tickte kleine perkussive Figuren auf das Fender Rhodes oder gedämpfte Klavierseiten, improvisierte ausgeklügelt ausserhalb der vorgegebenen Harmoniestrukturen oder bearbeitete ausgedehnt das ganze Klavier. ..."

Mischa Beckers in Jazzenzo (Benelux), Juni 2012

Int. Jazzfestival Enschede, 27 Mai 2012 in de Tor.
'Die Besetzung ist höchst ungewöhnlich: Klavier, Flügelhorn und Tuba. Aber das Resultat ist eine unglaublich schöne und abenteuerliche Musik. Jeder, der in den Tor gekommen war um noch einmal ausführlich die Ereignisse des Tages zu evaluieren änderte sofort seine Pläne. Das war keine Musik bei der man sich unterhalten konnte. Hier wurde Geschichte geschrieben. Dann hält man seinen Mund.'
Ton Ouwehand in Over uit (NL), Mai 2012

Jazznight Lüneburg, 21 Mai 2011 im Kulturforum
"Wir wollen Menschen mit unserer Musik verzaubern", beschreibt Bert Lochs aus den Niederlanden seinen Anspruch... Das Resultat ist prächtig: Viel persönliche und spontane Gestaltungsfreiheit, der Klang meist weich und leicht balladesk. Eine kreative Band, die mit ihren beflügelnden Beiträgen der Jazz-Szene auf die Sprünge hilft.'
Landeszeitung (D), Mai 2011

CD Rezensionen "Choices"

Stern (D), Mai 2012
'Ungewöhnlich die Besetzung, ungewöhnlich das Ergebnis: Was das niederländisch-deutsch-norwegische Trio Lochs Balthaus Herskedal auf dem Album "Choices" mit Trompete/Flügelhorn, Klavier und Tuba anstellt, klingt spannend - egal, ob sich die Musiker in Melancholie oder in gefährlichen Ausbrüchen verlieren. Aber was heißt hier gefährlich? Die tun nix, die wollen nur spielen.'

Ton Hammero in Jazznytt (NO), Mai 2012
'... Die zweite CD ist sogar noch besser. Die Stücke sind, ohne Ausnahme, wunderschön, sehr melodisch und vielseitig. Die Interaktion in diesem Trio ist auf einem aussergewöhnlich hohen Niveau. Wir kennen Michael Moore von verschiedenen Bands als einen der spannensten Modernisten in Europa, aber auf dieser Aufnahme zeigt er uns, dass er über eine breite Palette von Klangfarben verfügt... Diese neue Begegnung ist ein Hörgenuss von vorne bis hinten... '

Coen de Jonge in Jazzism (NL), Mai 2012
'... Das ist die zweite CD dieses extravaganten Trios, das bei drei Stücken Verstärkung von Michael Moore bekommt... Ehrliche Musik, in der man sich nicht für authentische Schönheit schämt, melodiöse Hymnen und ausgedehnte Klangreisen.... musikalische Gespräche, die sowohl von Melancholie und Verlangen als auch von Vitalität und Lebenslust erzählen. Die Musik dieses Trios hat zweifellos eine eigene Identität. Schönheit die ihr Gesicht nicht verbrennt.' 

Werner Stiefele in Rondo (D), Juni 2012 
'...Bei ihnen ist alles im Fluss: Herskedals dunkel schnurbelnde Tuba-Klänge, Balthaus´ perlende Klavierläufe, Lochs markante Höhenflüge. Da braucht es keinen Schlagzeuger – diese drei und ihr gelegentlicher Gast, der Klarinettist Michael Moore, grooven auch ohne perkussive Unterstützung...
Nach dem Hören der neun Titel bleibt dem Rezensenten nur eins: absolute Zustimmung.'


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