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NEUIGKEITEN

03. September 2014

dogma chamber orchestra gewinnt den ECHO Klassik 2014

„DO.GMA#3 – The Shostakovich Album” (BERTHOLD records / MDG) ausgezeichnet als beste sinfonische Einspielung (20./21. Jahrhundert).

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11. März 2014

Musikkritik audio.de zu "DO.GMA #3 - The Shostakovich Album"

Eine Premiere bietet diese klanglich feine, weil räumlich und natürlich aufgenommene Produktion: Das Dogma Chamber Orchestra hat Schostakowitschs 24 Preludes erstmals in der gelungenen Streichorchester-Fassung ...

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30. Juli 2013

Interview mit julian Waterfall Pollack

Julian Waterfall Pollack im Gespräch über das Album „Waves of Albion“ (7 Juni 2013)

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PETER SCHWEBS QUINTET

Jazz n Spirit Session
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TRANSATLANTISCHES BÜNDNIS

  • Intro & Besetzung
  • Veröffentlichungen

Peter Schwebs Quintet sind:

Ben Kraef tenor saxophone
Douglas Bradford guitar
Julian Pollak piano
Peter Schwebs bass
Nick Anderson drums

Der Kontrabassist Peter Schwebs hat sein Musikstudium an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover begonnen, und es dann an der New York University mit einem Fullbright Stipendium fortgesetzt. Er war Mitglied des Landejugendjazzorchesters Niedersachsen „Windmachine“. Peter Schwebs hat diverse Preise und Auszeichnungen erhalten, darunter 2011 ein Künstlerstipendium für Musik und Komposition des Landes Niedersachsen. Neben seiner eigenen Bands arbeitet er in diversen Bands als Sideman, darunter in diversen Formationen des Pianisten Stefan Schultze (Schultzing, Oktoposse, Stefan Schultze Large Ensemble) sowie in diversen US-Formationen wie Teo Maceros Inner World Band. 2010 veröffentlichte er sein erstes Album „Stories from Sugar Hill“.

Der Saxofonist Ben Graef studierte an der Hochschule „Hanns Eisler“ in Berlin und wechselte 2009 an das City Colleg of New York. Er war Mitglied in Peter Herbolzheimers Bundesjugendjazzorchester BuJazzO. Neben Auftritten mit Musikern wie Archie Shepp, Phil Woods, Lonnie Plaxico und Till Brönner arbeitet auch mit Popbands wie „Wir sind Helden“ oder der Sängerin Joy Denalane.

Der aus New Orleans stammende Gitarrist Douglas Bradford studierte zunächst in seiner Heimatstadt, wechselte aber dann an die New York University, um sein Studium abzuschließen. Ebenso wie Peter Schwebs spielte er in Teo Maceros Inner World Band an der Seite von Dabe Liebman, Larry Coryell und Lee Konitz. Im Jahr 2012 veröffentlichte Douglas Bradford seine Debüt-CD „atlas obscura“.

Der Pianist Julian Pollack kommt aus der Bay Area Kaliforniens und studierte am Berklee College of Music, wechselte aber 2006 an die New York University. Im Jahr 2007 veröffentlichte ser seine Solo-Piano-CD „Solitude“

Nick Anderson startete als Schlagzeuger in den Punkbands seiner kalifornischen Heimatstadt San Diego, begann sich aber immer stärker für den Jazz zu interessieren und studierte am Berklee College of Music, wechselte aber ebenfalls an die New York University, an der er seinen Abschluss machte. 

IN-BETWEEN SEASONS & PLACES (2012)

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Am Anfang ein Unisono von Tenorsax und Jazzgitarre, beschwingt und angenehm warm. Ein Sound, der an alte Blue-Note-Aufnahmen aus den 50er oder frühen 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts denken lässt. Aber nach diesem melodischen Einstieg ändert sich das Klangbild von „8th Avenue Express“, wird ruppiger, verästelt sich stärker, wird kleinzelliger und zerbrechlicher. Mit der historischen Bop-Phase des Jazz hat das nur am Rande zu tun, und wenn, dann nur in lyrischen Momenten.

„8th Avenue Express“ ist der Opener der CD In-between Seasons & Places des Peter Schwebs Quintets. Der Stücktitel deutet es schon an: wir befinden uns in New York. Der Bassist aus Hannover bewegt sich nämlich in einem den Atlantik locker überquerenden Dreischritt durch die Welt: Mal ist er in seiner Heimatstadt zuhause, mal in Berlin, dann wieder in New York. Folglich pflegt er auch transatlantische musikalische Freundschaften. Das hat er schon auf seinem vor drei Jahren erschienenen Debütalbum so gehalten, und so hält er es auch jetzt. Drei seiner Mitstreiter sind US-Amerikaner, nur Tenorsaxofonist Ben Kraef – übrigens mit deutsch-montenegrinischen Wurzeln – ist auch so ein Zugvogel wie Schwebs, und lebt mal in New York, mal in Berlin. Alle Musiker waren auch schon an Peter Schwebs’ Debüt-CD beteiligt, wir hören hier also ein eingespieltes Team, dessen Zusammenspiel auch deutlich vom Teamgeist geprägt ist, selbst wenn sich der Bandkopf hier und da ein Bass-Solo in seine Kompositionen geschrieben hat oder ein warm klingendes Intro wie zu „X-Berg Insomnia“, bei denen er dann sein sensitives Können und seinen differenzierten Sound demonstrieren kann. Vor allen Dingen aber überzeugt das Quintett durch ein ausgewogenes, sich fein auffächerndes Klangbild, das die Interaktionen innerhalb der Band transparent werden lässt. Und dieser Austausch ist von besonderer Qualität, denn hier drängt keiner in den Vordergrund, allen Musikern ist an einem austarierten Gruppenklang gelegen, und auch die Solopassagen schälen sich bruchlos aus dem Bandsound heraus und kehren ebenso bruchlos wieder in ihn zurück. Das Peter Schwebs Quintet verfügt in seinem Spiel nicht nur über den nötigen Punch wie im Track „On Cortelyou Road“, sondern auch über die notwendige Gelassenheit, um ruhigere Stücke wie „Chanda“ oder das Titelstück „In-between Seasons & Places“ in ihrer Klangschönheit voll auszukosten.  

Sechs der acht Stücke stammen aus der Feder von Peter Schwebs, zwei hat der Gitarrist Douglas Bradford beigesteuert, aber auch der Tenorsaxofonist Ben Kraef oder der Pianist Lulian Pollock bekommen genügend Raum, um ihr Können zu demonstrieren.