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03. September 2014

dogma chamber orchestra gewinnt den ECHO Klassik 2014

„DO.GMA#3 – The Shostakovich Album” (BERTHOLD records / MDG) ausgezeichnet als beste sinfonische Einspielung (20./21. Jahrhundert).

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11. März 2014

Musikkritik audio.de zu "DO.GMA #3 - The Shostakovich Album"

Eine Premiere bietet diese klanglich feine, weil räumlich und natürlich aufgenommene Produktion: Das Dogma Chamber Orchestra hat Schostakowitschs 24 Preludes erstmals in der gelungenen Streichorchester-Fassung ...

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30. Juli 2013

Interview mit julian Waterfall Pollack

Julian Waterfall Pollack im Gespräch über das Album „Waves of Albion“ (7 Juni 2013)

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SIETSKE

Sietske auf Facebook
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DA IST ETWAS SEHR LIEBENSWERTES AN SIETSKE: IHRE RUHIGE KOMPLEXITÄT, IHRE NERVENSTÄRKE UND IHRE UNGLAUBLICH SCHÖNE STIMME.

  • Intro
  • Veröffentlichungen

 

Eran Har Even guitars
Marco Zenini bass
Sietske Roscam Abbing voice
Efraim Schulz-Wackerbarth drums
Dirk Balthaus piano / fender rhodes

Die niederländische Jazz-Sängerin Sietske Roscam Abbing ist Geschichtenerzählerin durch und durch. Das beweist sie auf ihrem neuen Album Leaving Traces („Spuren hinterlassen“). Dieses ist - wie schon das Debüt-Album (Where It Starts Again) eine famose Zusammenarbeit zwischen Sietske als Texterin und Dirk Balthaus, einem der feinsinnigsten Pianisten Deutschlands, der die Stücke (zum Teil zusammen mit Sietske zusammen) komponiert hat. Komplettiert wird die Band von Marco Zenini (Kontrabass und E-Bass), Eran Har Even (Gitarren) und Efraim Schulz-Wackerbarth (Schlagzeug), die maßgeblich an der Gestaltung der Stücke und den Arrangements beteiligt sind. 

Wenn ich einen Song schreibe, will ich damit immer eine Geschichte erzählen und meinen Text mit der Musik verschmelzen lassen“, erklärt Sietske ihre Philosophie des Songwritings. Keimzelle der Stücke sind die Treffen mit Dirk. „Manchmal habe ich für die Texte, die ich ihm mitbringe, schon eine kleine Melodie im Kopf, die wir dann gemeinsam ausarbeiten. Wir beginnen mit einem Motiv, einer Akkordfolge oder einem Rhythmus, basierend auf einer Stimmung, die wir mit der Geschichte transportieren und entwickeln wollen.“ 

Ein kreativer Prozess, der manchmal anstrengend sein kann, aber dafür meistens äußerst produktiv ist. „Wir Zwei sind ein großartiges Team“, findet der Pianist und erklärt: „Ich liebe Sietskes Texte. Sie sind sehr unmittelbar, stehen im Hier- und Jetzt, denn Sietske hat keine Scheu ihr Inneres nach außen zu kehren. Ihre sanfte Stimme hat mich von Anfang an verzaubert. Auf der neuen Platte phrasiert sie noch raffinierter und man hört deutlich, dass sie kraftvoller und ausdrucksstärker geworden ist. Gereift und selbstbewusst in ihrer musikalischen Idee.“ 

 


LEAVING TRACES (2017)


Der Opener Chasing Rainbows erzählt aus dem Leben junger Menschen. „Dieses Stück mag ich besonders, weil ich 20 Jahre älter bin als die Anderen“, schmunzelt Dirk. „Einfach in den Park gehen, schauen, was passiert, den Tag genießen, deinen Traum leben. Das ist es, wodurch ich mich wieder jung fühle“, so der Grandseigneur der Band, der jedoch weiß, dass seine musikalische Partnerin das Stück anders interpretiert. Dass über einem tollen Sommertag im Park auch etwas Bedrohliches liegen kann. „Man könnte ja auch denken: jetzt stimmt alles, aber man weiß nicht, wie lange das Glück andauert. Deshalb wünscht man sich, solche tollen Momente konservieren zu können, um sie bei Bedarf wieder aus der Erinnerung abzurufen.“ 

Clarity ist ein komplexes Zusammenspiel zwischen Instrumenten, Stimme und Text. „Es geht darum, wenn du morgens aufwachst, nachdem etwas wirklich Einschneidendes passiert ist. Dann bieten sich auf einmal völlig neue Perspektiven. So, als wenn plötzlich alles auf 0 gestellt ist und ein unbeschriebenes Blatt Papier vor dir liegt“, erklärt Sietske. Und Dirk ergänzt: „Ursprünglich habe ich Clarity in einem Swing Feel gehört, was auch funktioniert hätte. Aber dann meinten die Jungs, dass es in dieser Form nicht zum Repertoire passt. Also haben wir es umarrangiert, so dass es jetzt mehr nach Singer-Songwriter anmutet. Die Melodie ist geblieben, Eran hat ein paar Harmonien verändert und es ist eins meiner Lieblingsstücke geworden“, erinnert sich der Pianist an den Entstehungsprozess des Stücks

Let the Rain Come basiert auf dem jiddischen Liebeslied „In der Finster“. „Es geht darum, wie die Dunkelheit uns Menschen verletzlich macht“, erklärt Sietske und Dirk ergänzt: „Ich liebe diese Melodie, auf die ich durch Bettina Wegner gestoßen bin – eine Singer-Songwriterin aus der ehemaligen DDR. Ich habe Sietske die Melodie vorgespielt, ohne ihr zu sagen, worum es in dem Stück geht. Sie hat sich hingesetzt und einen Text geschrieben, der die vertraute, innige Stimmung perfekt einfängt.“ Sietske dazu: „Es geht darum, sich in einer 

Situation oder einem Menschen gegenüber völlig aufrichtig und ehrlich zu verhalten, weil es keinen Grund gibt, sich zu verstellen oder etwas zu verbergen.“ 

Es sind vor allem solche Stücke, die Leaving Traces zu einem Hörerlebnis der besonderen Art machen. Mit ihrer ausdrucksstarken Stimme und ihrer Kommunikation tief aus dem Herzen verzaubert Sietske einmal mehr ihr Publikum. Und Dirk stellt fest: „Inzwischen ist die Band zu einem Stück von mir selbst geworden. Es ist für mich Freude und Ehre zugleich mit diesen großartigen Musikern zusammenspielen zu dürfen – und dass Sietske mir ihr Vertrauen schenkt.“ 


WHERE IT STARTS AGAIN (2014)


Der Song All I need hat ein ähnliches Thema. "… Leute sind in Bewegung … da ist eine Menge Geschwätz, aber niemand geht echt auf den anderen ein, und so fühlst du dich einsam unter vielen Leuten. Es ist ein Song mit verschiedenen Teilen. Einer ist sehr räumlich … nicht geerdet … dann gibt es einen Teil der ist etwas aggressiv, druckvoll … wo du eine bestimmte Ablehnung gegenüber dem ganzen Unsinn hast … Ich versuche diese basalen Gefühle auszudrücken … die Intensität."

Sie sagt, dass sie sich verletzbar fühlt, wenn sie dem Publikum diese Intensität vermittelt und hofft, dass es auf ihre persönlichen Gefühle bezogen werden kann, die sie teilt.

Jan Jasper Tamboer schrieb im Magazin Jazzenzo, dass Sietske "… eine entwaffnende Frische besitzt und sich mit einer vollständigen Aufrichtigkeit ausdrückt. Sie verfügt über eine hervorragende Technik und versteht es, diese auf eine subtile musikalische Art einzusetzen. Ihr Kernwert ist Kommunikation vom Herzen aus; mit sanfter Kraft verführt sie das Publikum …"

Die Songs sind sowohl verführerisch als auch enthüllend. Thousand Shades of Green erkundet Gefühle von Euphorie und Körperkraft bei einem Lauf durch die Natur, während Gloomy Streets von "der Sensation Augen zu fühlen die dich ausziehen wollen" handelt.

The Sailor ist einer von sieben Songs auf der CD mit Text von Sietske und Musik von dem Pianisten Dirk Balthaus, der sie zusammen mit Marco Zenini am Kontrabass, Efraim Schulz-Wackerbarth am Schlagzeug und Eran Har Even an der Gitarre begleitet. The Sailor, elegant komponiert und komplex, ist Sietskes Favorit. In einem Bahnhof in Szene gesetzt, geht es hier um einen Tagtraum in dem jemand an einem entscheidenden Moment in der Vergangenheit einen anderen Weg eingeschlagen hat.

Sietske nennt ihre Musik "Cinematic Folk Jazz", was für sie soviel bedeutet wie lyrische, innere Gefühle in einem atmosphärischen, szenischen Zusammenhang.

Sietskes Stimme und die instrumentale Begleitung sind wunderbar in Balance. Sie erklärt: "… wir haben sehr verschiedene Charaktere in der Gruppe, so entsteht die Musik und wird sie lebendig. Dirk ist introvertiert, aber will immer spielen … er produziert scharfe Noten sobald es zu ruhig wird. Man kann immer erwarten, dass er etwas tut um die Musik zum Kochen zu bringen. Eran, er spielt Gitarre. Eine starke Persönlichkeit, ein bescheidener Mensch, aber sehr leidenschaftlich. In allem was er tut sehr intensiv … er ermutigt immer den Schlagzeuger um mehr zu geben. Das ist Efraim. Er ist super zuverlässig, kann ein Tempo halten wie kein anderer und ist sehr gewissenhaft … Da ist immer ein bisschen Ziehen und Drücken zwischen Efraim und Eran und zwischen Dirk und Efraim. … Dirk …schwebt mehr. Marco (Bass) ist ein lyrischer Spieler, nicht nur steady, er liebt es um melodische Linien zu spielen, und wunderschöne Verzierungen. Also, alles in allem – es muss etwas gezähmt werden … es wird immer mehr Band geben, wenn ich nicht meine Stimme hören lasse und mich zu Wort melde."

Sietske hofft dass über ihre Musik nachgedacht wird – dass sie nicht nur gehört und wieder vergessen wird – und sie fühlt Veränderungen für die Zukunft. "Es ist sehr viel Melancholie in dieser Musik. Vielleicht kann ich das etwas loslassen. Ich glaube es reflektiert die Lebenssituation. Du gießt hinein was da ist."

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